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Schreibung des Yidishen

Von der hebräischen Quadratschrift und der YIVO-Umschrift


Schon der möglicherweise älteste schriftliche Fund des Yidishen im Wormser makhzor aus dem Jahr 1272 ist in der aramäisch-hebräischen Quadratschrift abgefasst. Diese wird von rechts nach links und ohne Groß– bzw. Kleinschreibung geschrieben bzw.  gedruckt.











Ab Ende des 19. Jahrhunderts gibt es lateinische oder kyrillische Umschriften des Yidishen. Nach einer anfänglichen Blüte in der Sowjetunion ging die dortige yidishe Literatur allerdings stark zurück. Die heute verbreitetste Umschrift in lateinischen Buchstaben wurde vom YIVO (yidisher visnshaftlikher institut) entwickelt und wird in allen Publikationen unseres Projekts verwendet. Das YIVO wurde 1925 im litauischen, damals polnischen Wilna (Vilnius/vilne) gegründet, wo noch heute eine Zweigstelle besteht.


Die YIVO-Zentrale wurde 1940 während des 2. Weltkriegs nach New York verlegt und Teile seines Archivs und seiner Bibliothek konnte vor dem Zugriff der Nazis gerettet werden. Einen Sonderfall der YIVO-Umschrift bilden Worte aus der semitischen Sprachkomponente, die wie im Original ohne Vokalzeichen geschrieben werden, so dass es für Außenstehende nicht einfach ist, sie zu verstehen und auszusprechen. In unseren Publikationen sind yidishe Wörter im Text herausgehoben durch fette, kursive Kleinbuchstaben. Bei den Liedtexten wurde auf die kursive Schreibweise verzichtet, um eine bessere Lesbarkeit zu erreichen.

Schreibung

Im Wormser makhzor, einemreligiösen Buch für den Kantor-gesang zu jüdischen Feiertagen, steht ein Satz, den manche Fachleuten für den  ältesten Nachweis des Yidishen halten: „gut tak im betage se var dis makhzor in beys hakneses trage“ - wörtlich übersetzt: „Guter Tag sei ihm beschieden, wer diesen makhzor ins Haus Hakneses (= die Synagoge) trage.“ 

Aussprache der YIVO-Umschrift

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